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Schulgeschichte

Vom Mädchen­pensionat zum koedukativen staatlichen Gymnasium – Unsere Schule erzählt eine einzigartige, wechselvolle Geschichte mit Beginn in 1652.

1. Phase: Klarissenkloster (1652–1812)

1652

Ansiedlung von neun Schwestern des Klarissenordens, die ihr Heimatkloster in Oldenzaal (Niederlande) nach dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs hatten aufgeben müssen (von den Calvinsten vertrieben). Zunächst nahmen die Klarissen Quartier neben der Pfarrkirche (sog. Schwenkenhof).

1658

Einrichtung eines Klosters in der Neustadt mitsamt Pensionat zur Erziehung von (vornehmlich aristokratischen) Mädchen aus Holland, dem Emsland und dem Münsterland.

2. Phase: Mädchenvolksschule und Lyzeum (1854–1941)

1854

Neuerliche Errichtung einer Unterrichts- und Erziehungsanstalt, diesmal unter Leitung einiger Ordensschwestern aus dem Ursulinenkonvent in Dorsten. Erweiterung durch eine „Höhere Töchterschule“.

1873–1875

Einstellung des Schulbetriebs und Schließung des Klosters (Restriktionsmaßnahmen als Folge des sog. Kulturkampfes). Exilierung des Konvents nach Nymwegen.

3. Phase: Nationalpolitische Erziehungsanstalt Emsland (1941–1945)

1941

Die Nationalsozialisten nehmen am Fest der Heiligen Ursula (21.10.) die Räumlichkeiten der Klosterschule in Beschlag. Mit der Einrichtung einer NPEA/Napola in Haselünne entstand auch im Emsland eine Kaderschmiede für die künftige Führungselite des Dritten Reiches. Im Zuge der Übernahme wurde der wertvolle Bestand der Klosterbibliothek größtenteils durch Autodafés vernichtet.

1945

Mit Herannahen der Front räumen die Nationalsozialisten die Anlage. In den folgenden zwei Jahren werden polnische Soldaten im Klostergebäude untergebracht.

4. Phase: Neubeginn nach dem Krieg (1946–1972)

1946

(Wieder-)Eröffnung des Ursulinums.

1956

Neusprachliches Gymnasium.

1960–1964

Erweiterung der vorhandenen Gebäudesubstanz durch zwei neue Flügel und eine Sporthalle.

1969

Öffnung des Gymnasiums für Jungen.

5. Phase: Kreisgymnasium St. Ursula Haselünne (seit 1972)

1972

„Jahr der großen Zäsur“ (Christian Eckhardt): Übergabe des Gymnasiums in die Trägerschaft des Landkreises Meppen. Mit Beginn des Schuljahres 1972/1973 wurde aus der katholischen Ursulaschule das öffentliche Kreisgymansium St. Ursula.

Texte: Dr. Philipp Scheid im Auftrag des Landkreises Emsland, Michael Berndt (Schulchronik des KSU), Christian Schrant